DEEN

(be)STIMMUNG des Ortes als Chor

Julia Hosp, Pia Martz, Miriam Schmidt, Elise Möller, Friedrike Ottilie Böhm

Die antike Figur des Chores beschreibt eine Versammlung von Stimmen aus der Marginalität heraus, deren Ansprache dem Zentrum gilt. Im Sprechen einer Gemeinschaft wird der Leerstand im Zentrum zum Paradoxon. Der Bitterfelder Kulturpalast ist ein stillgelegter Erfahrungsort. Im Zentrum von (be)STIMMUNG stehen die (im)materiellen Hinterlassenschaften: In einer für 2022 geplanten sowohl chorischen als auch textbasierten Inszenierung soll der Ort des Kulturpalasts als Erinnerungsort befragt werden. Welche Bedeutung trägt der Kulturpalast für die Einwohner Bitterfelds? Wie wirkt das ehemalige Volkskunstschaffen in die heutige Bitterfelder Kulturarbeit hinein? Und wie stehen individuelles und kollektives Gedächtnis in einer ständigen Dynamik zueinander? Das Chor-Projekt ist als ein offener Rechercheprozess angelegt, der sich von persönlichen Erinnerungen an den Kulturpalast und durch seine Relikte leiten lässt.

Aufruf der Künstler:innen
1.—17.
Juli
2022