DEEN
(c) Thomas Müller

Studierende des Studiengangs Kunst und Design gewinnen aus Pflanzen vom „Silbersee“ – bis 1990 „Restloch“ für chemischen Abfall – Pigmente, die sie als Farbmaterial für Siebdrucke verwenden.

Der Begriff „Bauhaus“ steht für Experimentierfreudigkeit, Offenheit und Innovation. Dieses Selbstverständnis zeigt sich in Forschung, Kunst und Lehre sowie einem starken internationalen Netzwerk. Im heutigen Hauptgebäude der Universität wurde 1919 das Staatliche Bauhaus gegründet, die einflussreichste Gestaltungsschule des 20. Jahrhunderts. An diese Geschichte knüpft die Bauhaus-Universität Weimar seit 1996 an. Sie ist eine internationale Universität, zuhause in der Kulturstadt Weimar. Inspiriert vom historischen Vorbild suchen und finden rund 4000 Studierende in 40 Studiengängen heute Antworten auf aktuelle Fragestellungen in Wissenschaft und Technik sowie der Kunst und Kultur.

Studierende des Studiengangs Kunst und Design entwickeln für das Festival, gemeinsam mit der Künstlerin Caroline Ektander und Jun.-Prof. Dr. Alexandra Toland, das Projekt HIMMEL IM BODEN. Sie untersuchen dafür die Hinterlassenschaften von Braunkohleförderung und Chemieproduktion, mit Hilfe von Pionierpflanzen, die heute um den ehemaligen „Silbersee“ – bis 1990 „Restloch“ für chemischen Abfall – wachsen. Indem sie aus den Pflanzen Pigmente gewinnen, die sie für Siebdrucke nutzen, werden Altlasten zum Material eines künstlerischen Kreislaufs.

Beteilige Studierende sind: Kira Becker, Jonathan Joosten, Hannah Kettle, Beatrice Oria Lombardia und Gizem Özel.

1.—17.
Juli
2022