DEEN

PARCOURS

Julia Schmidt & Arthur Zalewski & Sven Johne & Falk Haberkorn & Tobias Zielony & Cécile Belmont & Studierende der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle & Benjamin Scheuer & Schüler:innen aus Wolfen
Die Schubkarren warten auf den Parcours, 1.7.2022 © Falk Wenzel
Benjamin Foerster-Baldenius (raumlaborberlin), Jan Schlake (la relève) und Christian Göthner (lfm2) haben einen Schubkarren-Parcours durch den Palast gebaut. Unterwegs gibt es viel zu tun, zu sehen, zu hören und zu entdecken. © Johannes Stein
Am Ende des Parcours rollt die Schubkarre wieder von allein zum Start für den Teilnehmer:in. © Falk Wenzel
Am Ende des Parcours rollt die Schubkarre wieder von allein zum Start für den Teilnehmer:in. © Falk Wenzel
© Johannes Stein
Armin Schenk eröffnet den Schubkarren-Parcours © Falk Wenzel
Armin Schenk eröffnet den Schubkarren-Parcours © Falk Wenzel
Auch der Ostbeauftragte Schneider durchläuft den Parcours. © Friedericke Butter
Auch der Ostbeauftragte Schneider durchläuft den Parcours. © Friedericke Butter
© Falk Wenzel
© Falk Wenzel
© Falk Wenzel
© Falk Wenzel
© Friederike Butter
© Friederike Butter
Die Klanginstallation (spiel die) Töne von Wolfen © Friederike Butter
Die Klanginstallation (spiel die) Töne von Wolfen © Friederike Butter
© Falk Wenzel
Der Percours bietet Überaschendes © Falk Wenzel
Durchs Fenster © Friederike Butter
Durchs Fenster © Friederike Butter
© Falk Wenzel
© Falk Wenzel

Während des Festivals führt der Weg in den Kulturpalast nicht durch Portal und Foyer in den Zuschauerraum, sondern nimmt eine ganz andere Kurve. Benjamin Foerster-Baldenius (raumlaborberlin), Jan Schlake (la relève) und Christian Göthner (lfm2) haben einen Schubkarren-Parcours durch den Palast gebaut. 

Die Idee ist inspiriert von Bildern aus der Entstehungszeit des Kulturpalastes in den Fünfzigerjahren. Wie damals die Freiwilligen beim Aufbau des Gebäudes erfahren nun die Besucher:innen die traditionsreiche und ideologieschwere Architektur des Kulturpalastes mit der Schubkarre. Doch statt Ziegelsteinen, Heizungsrohren und Mörtelsäcken haben sie Stoffe und Altkleider geladen. Unterwegs gibt es eine Menge zu sehen und zu tun: Wimpel basteln, lauschen, drucken und anderen vom Rang aus applaudieren. Niemand wird den Parcours allein bewältigen können, alle werden auf die Hilfe anderer angewiesen sein. Gemeinsam erlebt aber birgt der Parcours nicht Möglichkeiten der Erkenntnis, sondern ist auch eine anarchische Erkundung.

Der Zugang zum Kulturpalast erfolgt von der Seite und durchs Fenster. Die Schubkarren erinnern an die Vergangenheit. 5000 Bitterfelder:innen bauten 1952 den Kulturpalast in freiwilliger Arbeit auf. Eine Schubkarre ist immer beides. Wir bestimmen, wohin die Reise geht, aber irgendwie bestimmt die Karre auch unseren Gang. Wer mit einer Schubkarre durch ein Gebäude eiert, schafft das nicht allein, sondern ist auf gegenseitige Hilfe angewiesen.

Stationen des Parcours sind die SCHUBKARRENSTATION im Festivalzentrum am Kulturpalast, die TEXTILAUSGABE im Bühnenbereich und die WIMPELSTRASSE (SPINNENDE KUNSTDRÜSE) IN DEN GARDEROBEN. ZIEL ist die SCHUBKARRENABGABE auf dem BALKON über dem Portal. Von hier fährt die Schubkarre wieder allein zurück.

Unterwegs gibt es viel zu tun, zu sehen, zu hören und zu entdecken. Schon von außen weithin sichbar ist die BUCHSTABENWERKSTATT von Cécile Belmont – eine Druckwerkstatt zum Mitmachen. Die Installation AUS SICHT DES ARCHIVS von Sven Johne und Falk Haberkorn beschäftigt sich mit Bildern aus der Wendezeit, die in Stadtarchiven liegen und damit auch mit jenen, die dort nicht zu finden sind. Mit BLACKBOX WOLFEN von Tobias Zielony ist eine Arbeit über die Arbeiterinnen in Wolfen entstanden, die sich anhand von Archivierungsfilmmaterial aus Wolfen mit Verhältnis von Licht und Zeit beschäftigt. Mit BTF PALETTE gehen Julia Schmidt und Artur Zalewski auf Motivsuche in Bitterfeld-Wolfen und in der Klanginstallation (SPIEL DIE) TÖNE VON WOLFEN des Projekts KUNSTWELTEN der Akademie der Künste bringen Schüler:innen des Heinrich-Heine-Gymnasiums Wolfen das Foyer des Kulturpalastes zum Klingen.

In dem Seminar ORTSBEGEGNUNG von Nike Bätzner haben sich Studierende der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle intensiv mit Bitterfeld und Wolfen beschäftigt. Folgende Arbeiten sind im Parcours zu sehen:

BLUMEN ERINNERN – REQUIEM AUF EIN BRAUNKOHLEREVIER von Friederike Ottilie Böhm

WER SCHREIBT? SPUREN DES BITTERFELDER WEGS von Christina Brinkmann

KONTRAKT: HERR VU von Lina Dalitz & Marlene Vollmar

ABSENDER: BITTERFELD-WOLFEN von Svenja Deking

FILMFEHLER von Nicolas Reinhart

(be)STIMMUNG des Ortes als CHOR von Julia Hosp, Pia Martz, Miriam Schmidt

VERSCHOLLENE SEITEN – HAFEN DER SEHNSUCHT von Yana Kadykova

BILDNERISCHE PERSPEKTIVEN AUS BITTERFELD von Miriam Schmidt

Außerdem unterwegs zu sehen sind das Projekt LEARNING FROM BITTERFELD des Studiengangs Designwissenschaften (Prof. Dr. Pablo Abend und Prof. Dr. Veronika Biermann) und das Projekt STADT – RAUM – STRUKTUR der Design-Grundlagen  (Prof. Bettina Erzgräber) der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle sowie das Projekt HIMMEL IM BODEN des Studiengangs Kunst und Design der Bauhaus-Universität Weimar (Künstlerin Caroline Ektander).

Im letzten Raum sammelt die WANDZEITUNG alles über alles.

Letzter Einlass: eine halbe Stunde vor Schluss

 

1.—17.
Juli
2022