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INDUSTRIE- UND FILMMUSEUM WOLFEN

Weltweit einmalig – Filmherstellung an originalen Maschinen in authentischen Produktionsräumen

Besucherinnen und Besucher des Industrie- und Filmmuseums Wolfen (IFM) betreten eines der wenigen noch originalgetreu erhaltenen Gebäude der ehemaligen Filmfabrik Wolfen. Die Begießerei I war Teil des 1910 eröffneten Werkes und bietet heute interessante  Einblick in die ehemaligen Produktionsbedingungen. Weiß geflieste Räume zum Aufschmelzen der Emulsion, eine gewaltige Begießmaschine aus den 30er Jahren am Originalstandort sowie große dunkle Gänge zum Transportieren der mit Emulsion begossenen Unterlage vermitteln mit ihrem eigenwilligen Flair einen Hauch von Industrieromantik

Den Gästen wird vermittelt, unter welchen harten Temperatur- und Lichtbedingungen der Rohfilm hergestellt wurde und welche Arbeitsschritte dafür notwendig waren.

Die Filmfabrik Wolfen war 85 Jahre lang Arbeitsplatz für viele Frauen. In den 1970er Jahren entwickelte sie sich zum größten Frauenbetrieb der DDR. Mit 60 Prozent Frauenanteil und über 8000 weiblichen Beschäftigten war das Werk prägend für die Arbeitswelt vieler Frauen in der Region. Das IFM informiert über die Arbeitsbedingungen werktätiger Frauen in der DDR.

Den Ausstellungsbereich „Filmherstellung“ kann nur im Rahmen einer ca. einstündigen Führung besichtigt werden

Kamerasammlung

Die Schatzkammer des Museums präsentiert über 800 Fotoapparate sowie Film- und Diaprojektoren, vorwiegend aus deutscher, aber auch aus tschechoslowakischer oder sowjetischer Produktion. Gezeigt werden technische Meilensteine und besondere Liebhaberstücke, vor allem aber die Entwicklung des Kamerabaus zu einem Produkt der industriellen Massenfertigung, die die Fotografie zum Massenmedium werden ließ. In den ausgestellten Fotoapparaten wurden vorwiegend in Wolfen hergestellte Filme belichtet.  

1.—17.
Juli
2022