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BITTERFELDER HOF

Henrike Naumann mit den Ergebnissen ihres Workshops © Friederike Butter Workshops © Friederike Butter des Workshops © Friederike Butter
Gemälde von Karl Heinz Jakob, Schichtwechsel, 1982 © Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge
Karl Heinz Jakob, Schichtwechsel, 1982 © Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge
Teilnehmerin des Workshops von Henrike Naumann © Friederike Butter
Die Ausstellung der Bilder von Teilnehmer:nnen © Friederike Butter
Foto: Karl Heinz Jakob lehrt Bergarbeitern zeichnen. © privat
Karl Heinz Jakob lehrt zeichnen. © privat

Henrike Naumann gründet für einen Tag einen Zeichenzirkel. Im Fokus: Möbel aus der Zeit nach der Wende.

Karl Heinz Jakob, Großvater von Henrike Naumann und ein wichtiger Maler der DDR, übernimmt im Zuge des „Bitterfelder Wegs” ab den 1960er Jahren die Leitung des Zeichenzirkels des VEB Steinkohle „Martin Hoop“ in Zwickau. Aus der Arbeit mit den Bergarbeiter:innen geht später der Zeichenzirkel hervor, in dem Henrike Naumann ihre ersten Zeichenerfahrungen sammelte. Als Enkeltochter des „Bitterfelder Wegs“ wird die Künstlerin beim Festival OSTEN einen eigenen Zeichenzirkel leiten. Der Zeichenzirkel wird in den Nachwende-Zimmern des Hotels „Bitterfelder Hofs“ stattfinden jenem Hotel, in dem zu den Bitterfelder Konferenzen 1959 und 1964 viele Teilnehmer:innen nächtigten. Doch statt Werktätige bei der Arbeit wird Henrike Naumann die Möbelinterieurs in den Fokus rücken. Denn die Möbel werden wie so oft in Henrike Naumanns Werk zu symbolischen Trägern von politischen Umbrüchen und persönlicher Erfahrung. Eingeladen zur Teilnahme sind Mitglieder des Malvereins Neue Schenke, gegründet 1951 durch Walter Dötsch, sowie Besucher:innen des Festivals OSTEN nach vorheriger Anmeldung. In den Zeichenstunden können Gespräche stattfinden, über die Hinterlassenschaften des „Bitterfelder Wegs” in seiner Geburtsstadt ebenso wie über die Transformation der Stadt in der Nachwendezeit. Die entstehenden Werke werden anschließend im Kulturpalast präsentiert.

1.—17.
Juli
2022