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AUSFLUG: BERGBAUFOLGELYRIK

© Daniela Schulze
© Daniela Schulze
© Daniela Schulze
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„mir war der abend nah /  mir wollte schlaf nicht nahn / schon nächtelang / gerüche warn in mir erstickt und brannten / geruch von arbeit fertig und vertan” (Wolfgang Hilbig)

Am Anfang war das Wort: der Bitterfelder Weg begann vor allem als ein Literaturprojekt. In den „Zirkeln schreibender Arbeiter“ wurde nach der Klang der neuen Zeit gesucht. Die Worte der arbeiterlichen Gesellschaft und der Versuch einer nichtfaschistischen, nicht ausweichenden, nicht belasteten Poesie – das waren vielleicht die Impulse dieser Anfänge, die stets von einer dogmatischen Verformung und Verbiegung flankiert wurden. Der Lyriker Stefan Wartenberg hat sich viel im Bergbaufolgeland herumgetrieben, Bilder und Worte gesammelt. Auf seinem sehr speziellen Literaturspaziergang liest er gemeinsam mit dem Publikum Texte des Bitterfelder Wegs und antwortet mit eigenen Zeilen, die er für OSTEN geschrieben hat. Jede:r, die/der mitläuft ist ausdrücklich eingeladen, Texte mitzubringen: seien es Erinnerungen an eine Zeit, in der der „Geruch von Arbeit“ in der Luft hing, oder einfach Gedichte, die jetzt gelesen werden müssen.

Alle AUSFLÜGE finden sich hier.

1.—17.
Juli
2022