DEEN
Menschen vor dem Bitterfelder Kulturpalast
Dima Levytskyi lud im Projekt COLLECTIVE PHOTO zu einem Gruppenfoto ein. © Falk Wenzel
Kunstinstallation
Die Installation "Nowhere is Home" des Künstlers Manaf Halbouni. Sie ist ein Zeichen für Verlust, aber auch für die Widerstandskraft der mehr als 50 Millionen Vertriebenen auf der Welt. © Falk Wenzel
Benjamin Foerster-Baldenius (raumlaborberlin), Jan Schlake (la relève) und Christian Göthner (lfm2) haben einen Schubkarren-Parcours durch den Palast gebaut. Unterwegs gibt es viel zu tun, zu sehen, zu hören und zu entdecken. © Johannes Stein
Der PARCOURS bietet Überraschendes © Falk Wenzel
(SPIEL DIE) TÖNE VON WOLFEN ist ein Projekt im Rahmen der KUNSTWELTEN der Akademie der Künste unter der Leitung von Benjamin Scheuer. © Falk Wenzel
Das Projekt AUS SICHT DES ARCHIVS von Sven Johne und Falk Haberkorn ist Teil des Parcours © Friederike Butter
Das Projekt GLÜCKLICHE GÄRTEN wurde von dem Regisseur, Autor und Spielleiter Ron Rosenberg ins Leben gerufen. © Friederike Butter
Lucila Guichon kartografierte Bitterfeld und sprach bei der Präsentation darüber © Falk Wenzel
An jedem Festivaltag widmete sich ein Gespräch der FRAGE DES TAGES. Im ATELIER FÜR GEGENSEITIGES INTERESSE kommen wir vor oder nach den Vorstellungen auf der Bühne zusammen und suchen den Austausch über das an dem jeweiligen Tag Erlebte zwischen Künstler:innen und Besucher:innen. © Falk Wenzel
Bunte Hinweise auf das Festivel © Falk Wenzel
Der Bitterfelder Bürgermeister Armin Schenk mit Cécile Belmont am Eröffnungstag © Falk Wenzel
Der Bitterfelder Bürgermeister Armin Schenk mit Cécile Belmont am Eröffnungstag im Projekt BUCHSTABENWERKSTATT © Falk Wenzel
Die BUCHSTABENWERKSTATT-Performance beim MORNING CLUB © Falk Wenzel
Die künstlerische Leitung des Festivals OSTEN, Aljoscha Begrich, Christine Leyerle und Ludwig Haugk, stellt die Festival-Pläne auf der Bühne des Kulturpalastes vor.
Aljoscha Begrich, Christine Leyerle und Ludwig Haugk, künstlerische Leitung des Festivals OSTEN, stellen unsere Festival-Pläne am 25. September 2021 im Kulturpalast vor. © Falk Wenzel
Einlass für die Premiere des Werksorchesters am 8.7.2022. © Jasper Penz
Das Werksorchester greift die Idee des ehemaligen Arbeiter-Sinfonie-Orchesters auf. Der New Yorker Komponist und Dirigent Ari Benjamin Meyers entwickelt das Konzept. © Falk Wenzel
Die Bildende Künstlerin und Fotografin Isa Rosenberger war mit ehemaligen ehemaligen Arbeiterinnen aus der Filmfabrik in Wolfen der ehemaligen Zentrale von ORWO, heute ein Rathaus. © Falk Wenzel
Christian Tschirner und Lynn Takeo Musiol sind das Performance-Kollektiv les dramaturx. Sie sprachen am dritten Festivaltag mit zahlreichen interessierten über die Frage des Tages: FRAGE DES TAGES: WENN ES FÜR ALLE NICHT REICHEN WIRD, DANN WENIGSTENS FÜR UNS? © Falk Wenzel
Christian Tschirner und Lynn Takeo Musiol sind das Performance-Kollektiv les dramaturx. Ihre Aufführung war am 3.7.2022. © Falk Wenzel
Eine Gruppe von Studierenden der Klasse Bildhauerei/Metall der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle hat das Kino Wolfen wiederbelebt. © Falk Wenzel
Erstmals in ihrer Geschichte waren die Köthener Bachfesttage im alten Wasserspeicher an der Goitzsche Bitterfeld zu Gast. © Folkert Uhde
Die Bigband Brigade Futur III posaunt gemeinsam mit der Spielvereinigung Süd neue Lieder auf das Gelände des Kulturpalastes. © Friederike Butter
Ein Audio-Walk von Franziska Klose und Lorenz Hoffmann führte durch die ehemalige Industrielandschaft in Bitterfeld und Wolfen. © Falk Wenzel

OSTEN ist ein Festival für Kunst und gegenseitiges Interesse, das vom 1. bis 17. Juli 2022 in Bitterfeld-Wolfen stattfindet. Das Zentrum ist der Kulturpalast in Bitterfeld. Von hier aus erforscht und feiert das Festival den OSTEN als Landschaft der Veränderungen für Menschen, Natur und Zusammenleben. OSTEN wird ein Rendezvous mit der Geschichte, der Zukunft und anderen Unbekannten sein. WELCOME TO BITTERFELD!

Das Festival OSTEN ist ein Treffpunkt. Neben und im Kulturpalast entsteht ein  ATELIER FÜR GEGENSEITIGES INTERESSE. Es lässt nicht die Zirkel des "Bitterfelder Wegs" wieder auferstehen, aber zieht neue Kreise. Kunst als Anlass, um zu entdecken, zu agieren, in Kontakt zu kommen, zu bleiben. Die Protagonist:innen des Festivals sind Menschen aus Bitterfeld-Wolfen und von weiter weg. Hauptdarsteller:innen sind aber auch die Orte: Wolfen, Bitterfeld, Greppin, der Goitzsche-See und der Chemiepark als Biotop für Insekten, Arbeit und Geschichte. Wie fühlt sich die Kunst der Veränderung an? Wie klingt sie? Und welche Tätigkeit ist gemeint, wenn von OSTEN die Rede ist? In vielen verschiedenen Formaten des Aufeinandertreffens versuchen wir es herauszufinden.

WILLKOMMEN IN BITTERFELD: Das ganztägige Programm richtet sich an Erwachsene, Familien, Jugendliche, Schüler:innen. Alle sind willkommen! Der Platz rings um den Kulturpalast wird in diesen Tagen zu einem Festivalzentrum mit lebendiger Atmosphäre. Tagsüber kann der Palast auf einem künstlerisch gestalteten Parcours auf besondere Weise erkundet werden. Ausflüge, Workshops und Gespräche zu einer Vielzahl von Themen bieten die Möglichkeit sich zu beteiligen. Neben den vielen Angeboten lädt OSTEN auch einfach zum Verweilen im Festivalcafé ein. Am Abend wird der Kulturpalast nach langer Zeit der Schließung wieder zum Theater. Es lohnt sich Zeit und Neugier mitzubringen. Viele der Veranstaltungen sind ohne Eintritt. Interessierte können gerne jederzeit vorbeikommen und das Festival aber auch viele weitere spannende Orte in Bitterfeld-Wolfen entdecken. Einer davon ist sicherlich der Große Goitzschesee. Hier starten die Festivaltage entspannt am Strand mit dem Morning Club.

WELCOME TO BITTERFELD, am Schauplatz der Veränderung, vor 150 Jahren Heidelandschaft, vor 40 Jahren ein brodelnder Industriekessel, umschlossen von Gruben und Deponien, heute ein offenes Buch über die Rückkehr der Natur, das Leben mit toxischen Halbwertszeiten, die Zukunft der Energie und die Narben der Auf- und Zusammenbrüche. Aus all dem gewinnen Bitterfeld und Wolfen ihre Kraft und seltsame Schönheit. Mit dem "Bitterfelder Weg" wurde hier in den 50er und 60er Jahren Kulturgeschichte geschrieben. Die Idee damals: das misstrauische Gegenüber von "Arbeiterschaft" und "Intelligenz" aufzulösen, indem Werktätige Kunst machen und Intellektuelle in der Produktion tätig sind. Das Festival OSTEN nimmt davon vor allem den Gedanken der Begegnung auf: Wie können wir diese besondere Form des Austauschs unter den Bedingungen der Gegenwart neu erfinden?  Klar, ein Festival kann das nicht mal im Ansatz leisten. Wenn Bitterfeld ist ein Beispiel für den Osten als Erfahrungslandschaft der Transformation ist, dann kann das Festival OSTEN aber vielleicht Textmarker und Verstärker der Bewegungsenergie einer Region im Umbruch sein.

OSTEN ist eine Idee des Kulturpark e.V. Der Verein wurde 2020 gegründet und hat seinen Sitz in Sandersdorf-Brehna. Der Verein ist Träger und Veranstalter des Festivals. Das Festival wird künstlerisch geleitet von Christine Leyerle, Aljoscha Begrich und Ludwig Haugk. Gemeinsam mit dem OSTEN-Team und zahlreichen Partnern ist das Festival in seiner Struktur in einem kontinuierlichen Prozess seit 2018 entstanden. Der Gedanke ist einfach: Etwas aufbauen, wo die Grunderfahrung die des Rückbaus und der Schließung ist. Auf der Suche nach einem Ort der Kunst in der ostdeutschen Landschaft der Transformation ist Bitterfeld-Wolfen mit seinen atemberaubenden Geschichten, aber auch seiner ganz besonderen Atmosphäre eine ideale Bühne.

OSTEN gibt es nur, weil es die vielen Partnerinstitutionen gibt, die sich mit Projekten beteiligen. Manchmal müssen Zusammenhänge, die schon da sind, wieder hergestellt werden, manchmal müssen sie erfunden werden. Das Festival OSTEN will einen Beitrag zur Stärkung der kulturellen Verknüpfungen leisten. Die Netzwerk- und Kooperationspartner von OSTEN zeigen wir unter Netzwerk.

OSTEN gibt es nur, weil es Künstler:innen gibt, die seit Monaten an ihren Projekten arbeiten und Bitterfeld für unser Festival zu einem besonderen Ort der Begegnung und der künstlerischen Produktionen und Erfahrungen machen. Die Biografien aller beteiligten Künstler:innen zeigen wir hier.

OSTEN gibt es nur, weil es Bitterfelder:innen und Wolfener:innen gibt, die das Projekt von Beginn an unterstützen, mit tragen und bauen. Ihnen gilt unser Dank!

OSTEN gibt es nur, weil es Förderinstitutionen gibt, die die Arbeit von Beginn an begleitet haben und das Projekt vertrauensvoll unterstützen.

WELCOME TO BITTERFELD

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1.—17.
Juli
2022